Foto: pixabay.com

Zweifaches Jubiläum

Dr. Christian Günther und das Notartzeinsatzfahrzeug (Foto: Kaltenschnee)

Das NEF und seine Besatzung werden zu lebensbedrohlichen Notfällen, schweren Unfällen oder Situationen, bei denen Schäden für Leib und Leben von Menschen zu erwarten sind, gerufen. Das Fahrzeug ist eine fahrende Intensivstation, nach einer DIN-Norm ausgestattet. Es hat Ausrüstung an Bord, die über die eines Rettungswagens hinausgeht und deren Verwendung einem Notarzt vorbehalten ist: Betäubungsmittel, EKG-Gerät mit Defibrillator und Herzschrittmacher, spezielle Notfallmedikamente, chirurgisches Besteck, ein Ultraschallgerät und vieles mehr. Mit der Ausrüstung können sogar Amputationen durchgeführt oder Herzschrittmacher angelegt werden.
Christian Günther erlangte 1986 seine Approbation und ist schon seit 1987 als Notarzt tätig. Anfangs nebenberuflich. Nach seiner Zeit im Krankenhaus und nachdem er seinen Facharzt in Allgemeinmedizin erworben hatte, führte er in der Nähe von Bad Vilbel zwei Jahre lang eine eigene Praxis und fuhr dazu noch Notarzteinsätze. Doch die Arbeit in der Praxis war ihm zu wenig abwechslungsreich und überfrachtet mit Bürokratie. Als er erfuhr, dass in Büdingen ein NEF eingeführt wird, bewarb er sich um die Stelle und bekam sie auch. In 32 Jahren ist der Notfallmediziner etwa 11.000 Einsätze gefahren.