Neuer Rettungswagen mit neuem Design

 

Vorher-nachher: Links das neue, rechts das alte Design (Foto: Kaltenschnee)

Wie die anderen Rettungswagen hat auch dieser einen Sechszylinder-Turbodieselmotor mit 196 PS. Das Einsatzfahrzeug verfügt über ein Automatikgetriebe und ist etwa fünf Tonnen schwer. Neben Ausstattungsmerkmalen wie Klimaanlage, Standheizung, Airbags und LED Licht ist das Fahrzeug mit Digitalfunk und Navigationsgerät mit automatischer Datenübertragung bei Einsatzübermittlung durch die Leitstelle ausgestattet. Im Patientenkoffer-Modul - so heißt der Teil des Fahrzeugs, in dem die Patienten vom Rettungsfachpersonal bei einem Einsatz versorgt werden - sind medizinischen Einrichtungen eingebaut beziehungsweise vorgehalten. Dazu gehören zum Beispiel EKG-Gerät, Defibrillationseinheit, Beatmungsgerät, Medikamente und Infusionen, aber auch Notfallrucksäcke, Schienungsmaterial für Frakturen und weiteres medizinisches Verbrauchsmaterial gemäß den Vorgaben der DIN-Norm sowie Vorgaben des Landes Hessen und des Wetteraukreises.

Für alle Technikinteressierten erläuterte Hübsch das besondere Konzept des Fahrzeugs: „Es handelt sich dabei um einen „Umsetzer“. Bei dem dabei eingesetzten Verfahren wird das Fahrgestell nach dem Prinzip ‚Alt gegen Neu‘ ausgetauscht, wenn ein Fahrzeug die Laufzeit von sechs Jahren erreicht hat.“ Dazu wird der Rettungswagen zum entsprechenden Hersteller für Rettungswagen überführt, in diesem Fall das Unternehmen Fahrtec-Systeme. Das Patientenkoffer-Modul wird vom alten Fahrgestell abgenommen und nach gründlicher Aufbereitung auf das neue Fahrgestell umgesetzt und damit verbunden. Sechs Wochen dauert die Aufbereitung, bei der im Innenraum Kabel, Sauerstoffleitungen und Verschleißteile ausgetauscht, Elektrik und Tragentisch sowie weitere Einrichtungen überprüft und aufbereitet werden. Zudem erhält das Fahrzeug eine neue Lackierung. Zwar seien solche Umsetzer in der Anschaffung etwas teurer, könnten jedoch im Gegensatz zu herkömmlichen Rettungswagen, die nach der Laufzeit von sechs Jahren außer Dienst gestellt werden müssten, drei bis viermal überarbeitet werden, so André Hübsch: „Langfristig ist dies nicht nur kostengünstiger, sondern auch nachhaltiger. Das Patientenmodul wird dabei praktisch in einen neuwertigen Zustand versetzt.“ Für dieses System spreche auch, dass in den Wänden und in der Decke des Patientenkoffer-Moduls eine aufwändige Rahmenkonstruktion aus Aluminium verschweißt sei. „Das bietet dem Personal und den Patienten höchstmögliche Sicherheit bei Unfällen“, sagte Hübsch. Das Fahrzeug wird übrigens in Büdingen im 24-Stunden-Dienst, also rund um die Uhr, eingesetzt.