Foto: Eine DRK-Mitarbeiterin gießt die Balkonblumen in der Wohnung einer älteren Dame. Die ältere Dame wirkt glücklich und konzentriert sich mehr auf das gemeinsame Gespräch als auf die Blumen.
Foto: A. Zelck / DRK e.V.

Therapiehunde

Hunde haben keine Vorurteile, sie können Brücken bauen und mit ihrer bedingungslosen Freundlichkeit Menschen aus ihrer Einsamkeit locken. Eine freundliche Hundeschnauze hat auch aus therapeutischer Sicht viele Fähigkeiten: Sie schenkt Freude, setzt Bewegungs- und Sinnesanreize, fördert Sozialkontakte und hilft Gefühle auszudrücken. Und das alles ohne Nebenwirkungen.

Um Teil des Therapieteams zu werden ist ein intensives Training erforderlich. Denn sowohl der Hundehalter als auch der Vierbeiner müssen auf unterschiedliche Situationen vorbereitet werden. Zunächst absolvieren beide einen Eignungstest. Nach dem erfolgreichen Test folgen zwei Ausbildungsmodule und zum Schluss steht eine Abschlussprüfung an. Besteht der Hund den Eignungstest, übernimmt der Kreisverband Büdingen die Kosten für die weitere Ausbildung, also die Module eins und zwei. Im Gegenzug verpflichtet sich der Hundehalter, ehrenamtlich für den Kreisverband tätig zu werden.

Welche Voraussetzungen sollte der Vierbeiner mitbringen? Der Hund sollte mindestens zwei aber nicht älter als sieben Jahre sein. Die wichtigste Voraussetzung ist die Freundlichkeit und die Motivierbarkeit. Auch an Frauchen oder Herrchen werden Anforderungen gestellt: Der Hundeführer muss zuverlässig sein, seinen Hund gut einschätzen und die „calming signals“, also die Stresssignale, sofort erkennen können. Beim Eingangstest wird geprüft, wie der Hund beispielsweise auf lärmende Kinder reagiert, wie offen er auf fremde Menschen zugeht und wie er sich anderen Hunden gegenüber verhält.

Insgesamt umfassen die beiden Module 40 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis. Inbegriffen sind Praxistage und Hospitationen. Mensch und Hund sollen zum Abschluss der Ausbildung eine Einheit bilden, sich nonverbal verständigen können. Zusätzlich werden auch verschiedene Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie trainiert. Herrchen und Frauchen lernen die Erste Hilfe, der Hund absolviert unter anderem ein Milieutraining und macht Bekanntschaft mit Krücken, Rollatoren oder Kinderrollern. Er lernt Tricks und bei plötzlichem Lärm ruhig zu bleiben. Hält eine Hand ihm Leckerlis vor die Nase, wird er wissen, dass er diese nur ganz vorsichtig nehmen darf.

Wer Interesse hat, an einer Eignungsprüfung teilzunehmen, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Erforderlich sind die kompletten Kontaktdaten und eine Kurzbeschreibung des Hundes, also Angaben zur Rasse, dem Alter und zu seinen Vorlieben.

Infos gibt es auch unter Tel.: 06042-8806-0.

Foto: Zwei hauswirtschaftliche Hilfen des DRK stehen vor einem Dienstfahrzeug. Beide Frauen lachen und haben eine sehr positive Ausstrahlung.

Foto: M. Lenz

Wie geht es weiter?

Nehmen Sie bitte mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort, siehe oben rechts, Kontakt auf.

 

Anprechpartnerin

Frau
Stefanie Riese

Tel.: 06042 8806-10
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