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Kleiner Bär gegen große Angst

Jens Grusdt, selbst seit langen Jahren als Notfallsanitäter im Einsatz, bestätigt dies: „Wenn Kinder in eine Notsituation geraten, sind sie oft sehr gestresst und ängstlich. Wenn der Rettungswagen - vielleicht noch mit Blaulicht - zu ihnen kommt und sie mitfahren sollen, weint der eine oder die andere sogar.“ Mit den Trösterbärchen gelinge es der Besatzung eines Rettungswagens, Zugang zu den jungen Patienten zu finden. „Die Trösterbärchen nehmen Ängste, beruhigen, trösten und helfen sogar, Tränen zu trocknen.“

Doch das sei noch nicht alles, so der Rettungsdienstleiter. Darüber hinaus können die Kinder an dem Plüschbär zeigen, wo sie Schmerzen haben. Das Einsatzteam wiederum kann vorführen, wie ein Pflaster geklebt oder ein Verband angelegt wird. Das beruhigt die Kinder ebenfalls. Muss doch eine Injektion gegeben werden, hilft das kuschelige Spielzeug, die Patienten abzulenken.

„Wir freuen uns, dass wir die Einsatzfahrzeuge der Rettungswachen in Nidda, Kefenrod, Ortenberg, Gedern und Büdingen mit den neuen Seelentröstern ausstatten können. Sie sind bereits dort angekommen und im Einsatz“, berichtete Fabian Thoma. Der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes wies zudem darauf hin, dass die Plüschbären kindgerecht gestaltet sind: „Sie sind allergiegetestet und enthalten keine Schadstoffe. Sie sind so konzipiert, dass sich keine Kleinteile lösen können, die für Kinder beim Spielen oder Kuscheln mit dem Trösterbärchen eine Gefahr darstellen könnten.“

Finanziert werden die Kuscheltiere übrigens ausschließlich durch Spenden. Seit November 2016 hängt im Büdinger HIT-Markt zwischen den beiden Rückgabestellen für Flaschen-Leergut ein weißer Briefkasten. Jede Person, die leere Pfandflaschen und -gläser zurückbringt, kann ihren Pfandbon dort einwerfen und unterstützt damit den Kauf der kleinen Plüschtiere. Maritta Mahr nutzte deshalb die Gelegenheit, allen Spenderinnen und Spendern ihren großen Dank auszusprechen.