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Interkultureller Markt voller Erfolg

 

Interkultureller Markt 2026 HP

Angeregte Gespräche, gute Stimmung und viele Besucherinnen und Besucher: Der Interkulturelle Markt ist kürzlich auf großes Interesse gestoßen. Auf dem Büdinger Marktplatz stellten Beratungsstellen und soziale Einrichtungen aus dem Wetteraukreis ihre Arbeit vor.

Mit dabei waren das Familienzentrum Planet Zukunft Büdingen, der Frauen-Notruf Wetterau, die Migrationsberatung des DRK-Kreisverbandes Büdingen, die Regionalen Dienstleistungen Wetterau und der Malteser Hilfsdienst.

Wer über den Wochenmarkt ging, konnte sich nebenan in der Markthalle informieren, Fragen stellen oder ins Gespräch kommen. Für die Kinder gab es Glitzer-Tattoos, am Glücksrad kleine Gewinne und an den Ständen verschiedene Give-aways. Vor allem aber bot der Interkulturelle Markt die Gelegenheit, die Menschen und Einrichtungen kennenzulernen, die in Büdingen und im Wetteraukreis beraten und unterstützen.

Die Migrationsberatung des Roten Kreuzes unterstützt neuzugewanderte Menschen und deren Integration. Das Ziel ist konkret: Menschen dabei zu helfen, in Deutschland anzukommen und Teil der Gesellschaft zu werden. Dazu gehört, Deutsch zu lernen, eine Arbeit oder Ausbildung aufzunehmen, in der Schule Fuß zu fassen und eine Wohnung zu finden. „Genau dabei helfen wir“, sagte Carmen Hobohm, Leiterin der Fachstelle Migration des DRK-Kreisverbandes Büdingen. 

Sie warnt daher vor Mittelkürzungen im sozialen Bereich, insbesondere mit Hinblick auf die Integration Ratsuchender: „Auf der einen Seite wird darüber diskutiert, wie Integration besser und schneller gelingen kann. Auf der anderen Seite kürzt der Bund die Mittel für die Beratungen, die genau dabei helfen und unterstützen.“

Die Migrationsberaterin hält es für falsch, an dieser Stelle zu sparen. Die Beratungsstellen begleiten Menschen individuell und sehr häufig über einen längeren Zeitraum. Zugleich arbeiteten die Fachkräfte aller Beratungsinstitutionen im Wetteraukreis eng mit Behörden und Bildungseinrichtungen zusammen. Sie seien untereinander gut vernetzt. So könnten sie Menschen gezielt dorthin vermitteln, wo sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. „Die Gesellschaft diskutiert auf breiter Basis über Migration, Flucht und die Frage, wie Integration gelingen kann“, sagte Carmen Hobohm beim Interkulturellen Markt. „Die Integration der Menschen ist gefährdet, wenn der Bund die Gelder im sozialen Bereich weiter kürzt. Für eine gut funktionierende Gesellschaft braucht es eine gut ausgestattete Beratungsstruktur.“

Interkulturelle Wochen im Wetteraukreis

Seit 2007 werden die Interkulturellen Wochen im Wetteraukreis organisiert. Rund 30 Veranstaltungen finden jährlich im gesamten Kreisgebiet statt, getragen von Vereinen, Organisationen, Institutionen und engagierten Einzelpersonen. Sie schaffen Gelegenheiten für Begegnung und Austausch und sollen Vielfalt und Diversität vor Ort stärken. Bundesweit gibt es die Interkulturelle Woche bereits seit 1975. Der Interkulturelle Markt in Büdingen ist Teil des diesjährigen Wetterauer Programms.

Foto: Carmen Hobohm (Dritte von links, stehend), Leiterin der Migrationsberatung des DRK Kreisverbandes Büdingen, mit den Organisatorinnen und Organisatoren des Interkulturellen Marktes auf dem Büdinger Marktplatz. (Foto: Elke Kaltenschnee)