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Neue Rettungwache in Gedern

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In Gedern, hinter den beiden Kurven, die von Wenings hinunter in die Stadt führen, entsteht die neue Rettungswache des DRK Kreisverbandes Büdingen. Wo in diesem Frühjahr noch Butterblumen, Klee und Gras blühen, beginnen schon Anfang Juli die Bauarbeiten.

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler überreichte kürzlich die Baugenehmigung an Kreisgeschäftsführer Fabian Thoma. Gederns Bürgermeister Guido Kempel, Martin Grundl von der Gederner Bauverwaltung und weitere Vertreter des Roten Kreuzes nahmen ebenfalls an der Übergabe teil.

„Ich freue mich, dass in Gedern eine neue Rettungswache entsteht. Der Neubau ist kein Selbstzweck, er ist eine Investition in die Zukunft. Er bringt den Menschen in Gedern und seinen Stadtteilen ein Mehr an Sicherheit. Mit dem neuen Standort gelingt es, Notfälle schnellstmöglich innerhalb der vorgesehen Hilfefrist von zehn Minuten zu versorgen“, sagte Birgit Weckler bei der Übergabe.

Fabian Thoma dankte der Stadt Gedern für die gute Zusammenarbeit. Bürgermeister und Bauverwaltung hätten unter anderem bei der Suche nach einem geeigneten Gelände gut unterstützt. „Sobald die Statik geprüft ist, kann es losgehen, bis Ende 2027 werden wir von unserem bisherigen Standort am Schlossberg umziehen können, wenn alles läuft wie geplant.“ Vier Grundstücke von drei Eigentümern habe der Verband dafür gekauft. Für die neue Rettungswache sei eine Investitionssumme von 1,7 Millionen Euro geplant. „Alle Eigentümer waren sehr zugänglich und haben einem Verkauf rasch zugestimmt“, so der Kreisgeschäftsführer. Bürgermeister Guido Kempel betonte: „Wir sind froh, dass der Standort Gedern erhalten bleibt. Das ist ganz im Sinne der Stadt.“ 

Anschließend erläuterte Fabian Thoma gemeinsam mit Guido Kempel, Rettungsdienstleiter Jens Grusdt sowie die Gederner Rettungswachenleitung Marcel Ammersbach und André Luther die Hintergründe. Seit 1994 ist die Rettungswache in der ehemaligen Schlossbergklinik untergebracht. Doch der Standort ist mittlerweile in die Jahre gekommen und bietet nicht mehr ausreichend Platz für die gewachsenen Anforderungen des Rettungsdienstes. Mit den zusätzlichen Aufgaben, die der Rettungsdienst seither übernommen hat, sind die Rettungswagen größer geworden, die medizinische Ausstattung umfangreicher und die Erwartungen an die Rettungskräfte deutlich gestiegen. Zudem verlieren die Teams im Alarmfall vom Standort am Schlossberg aus viel Zeit. Vom neuen Standort an der Weningser Straße aus können die Rettungskräfte deutlich schneller ausrücken und sind direkt auf der Bundesstraße. „Die neue Rettungswache wird diesen Herausforderungen gerecht und entspricht in jeder Hinsicht den Anforderungen einer modernen Einsatz- und Ausbildungsstätte“, so Jens Grusdt.

Die etwa 16 Rettungskräfte, die auf der Gederner Rettungswache tätig sind, werden den alten Standort mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. „Ich habe dort 1998 meinen ersten Dienst gehabt“, berichtete Marcel Ammersbach. „Da werde ich schon nostalgisch, wenn wir ausziehen. Aber auf der anderen Seite freue ich mich – genau wie die Kolleginnen und Kollegen – auf eine moderne, zeitgemäße Rettungswache, in der für Menschen und Material ausreichend Raum ist.“ 

Das Foto zeigt Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler bei der Übergabe der Baugenehmigung an DRK Kreisgeschäftsführer Fabian Thoma (Zweiter von rechts) im Beisein von Notfallsanitäter Gunther Eise, Martin Grundl, Bauverwaltung Gedern, André Luther, stellvertretender Rettungswachenleiter DRK Gedern, Marcel Ammersbach, Rettungswachenleiter DRK Gedern, Jens Grusdt, Rettungsdienstleiter des DRK Kreisverbandes Büdingen, und Gudio Kempel, Bürgermeister der Stadt Gedern (v.l.)