Neuer KTW auf der Rettungswache Nidda

Seit Januar entlastet ein Krankentransportwagen (KTW) die DRK Rettungswache in Nidda. Die zusätzliche Vorhaltung hatte der Wetteraukreis als Träger des Rettungsdienstes beschlossen und der DRK Kreisverband Büdingen e.V. entsprechend beauftragt. Während das Fahrzeug Krankentransporte übernimmt, bleiben die beiden Rettungswagen (RTW) der Wache für Notfalleinsätze verfügbar.
Bis Anfang Mai war für die Krankentransporte ein KTW im Einsatz, der zuvor in Büdingen stationiert war. Seit gut einem Monat fahren die Crews nun mit einem neu beschafften Fahrzeug. Rund anderthalb Jahre lagen zwischen Bestellung und Auslieferung, berichtet André Hübsch vom DRK Kreisverband Büdingen. „Und das ist noch kurz. Die Lieferzeiten für neue RTW sind mittlerweile deutlich länger, sie liegen bei vier bis fünf Jahren“, bekräftigt er.
Besetzt wird der KTW von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern. Für viele von ihnen ist der Dienst ein wichtiger Schritt in ihrem Berufsalltag. Rettungssanitäter Hendrik Kirchner erklärt genauer: „Als frische Rettungssanitäter lernen wir im Einsatz auf dem KTW die Wachen, die Abläufe und die Gegend kenne. Wir werden auf diese Weise nach und nach an die Arbeit auf dem RTW herangeführt."
Wie alle Fahrzeuge des DRK Kreisverbandes Büdingen wurde auch der neue KTW auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dazu gehören unter anderem eine vollelektrische Trage und ein Tragestuhl mit elektrischer Raupe, die die Besatzung körperlich entlastet. Die medizinische Ausstattung ist gesetzlich klar definiert und auf die Aufgaben des Fahrzeugs abgestimmt. Sie reicht jedoch nicht an die eines Rettungswagens heran. Zur Ausrüstung gehören ein Gerät zur Überwachung von Herzfunktionen und zur Defibrillation, Sauerstoff sowie Notfallausrüstung. Damit können die Rettungskräfte Patienten versorgen und im Bedarfsfall erste medizinische Maßnahmen ergreifen.
Doch der KTW übernimmt nicht ausschließlich Krankentransporte. Sind alle Rettungswagen im Einsatz, fahren Fahrzeug und Besatzung als sogenannte First Responder zu Notfällen. Die Rettungskräfte übernehmen dann die Erstversorgung, bis der nächste freie Rettungswagen nachrücken kann.
Zur Ausrüstung gehören unter anderem auch Hygienesets mit Schutzanzügen. Sie kommen bei Infektionstransporten zum Einsatz. Was während der Corona-Pandemie zum Standard gehörte, wird heute bei Transporten von Patientinnen und Patienten benötigt, die zum Beispiel mit dem MRSA-Keim, dem sogenannten Krankenhauskeim, infiziert sind.
Foto: Die Rettungssanitäter Hendrik Kirchner (rechts) und Jona Überschär mit dem neuen KTW des DRK Kreisverbandes Büdingen. (Foto: Elke Kaltenschnee)