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Foto: pixabay.com

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Wenn jede Minute zählt (7) - Tipps von unseren Lebensrettern

Rettungswagen in Altstadt

Foto: Elke Kaltenschnee/KI generiert

Manchmal steht ein Rettungswagen mit Blaulicht und Warnblinker am Straßenrand. Vielleicht sogar an einer für andere Verkehrsteilnehmende ungünstigen Stelle. Was ist da los?

Also:

  • Manchmal werden Patienten oder Patientinnen am Einsatzort im Rettungswagen versorgt. Das kann bei instabilen oder schmerzgeplagten Patientinnen und Patienten der Fall sein. In Rettungswagen haben Rettungskräfte eine Ausrüstung an der Hand, die es ihnen erlaubt, zu diagnostizieren, zu untersuchen oder Medikamente zu verabreichen. Das kann noch vor dem Transport ins Krankenhaus notwendig sein.
  • Es kann auch sein, dass die Rettungskräfte auf den Notarzt warten oder auf eine Freigabe aus der Leitstelle oder Transportprioritäten.

In solchen Situationen umsichtig vorbeivahren und vor allem Verständnis haben. Die Teams arbeiten oft unter Zeitdruck und für Menschen in akuter Not. 

Wenn jede Minute zählt (6) - Tipps von unseren Lebensrettern

Rettungswagen im Schnee

Foto: DRK Kreisverband Büdingen

Ein Rettungswagen mit Blaulicht, aber er fährt langsam. Das passt so gar nicht zu unserer Vorstellung von einem Notfalleinsatz, oder?

ABER: 
Auch im Einsatz gilt für unsere Rettungskräfte: so schnell wie nötig, so sicher wie möglich.
Manchmal bedeutet das: langsam fahren. Vor allem bei Schnee und Eis, aber auch nach frostigen Wintern sind Straßen oft in schlechtem Zustand – Schlaglöcher, Unebenheiten, gefrorene Risse im Asphalt. Dazu kommen Patientinnen und Patienten, die besonders schonend transportiert werden müssen, etwa bei Wirbelsäulenverletzungen, starken Schmerzen oder Schwindel. Dann zählt die Vorsicht. Denn für die Menschen im Rettungswagen ist eine ruhige Fahrt oft genauso wichtig wie eine schnelle.

Das heißt: Wenn ein Rettungswagen mit Blaulicht langsam fährt, dann nicht aus Nachlässigkeit – sondern aus Rücksicht.

Wenn jede Minute zählt (5) - Tipps von unseren Lebensrettern

RTW im Hof VB Straße

Foto: Elke Kaltenschnee

Warum sind Rettungswagen manchmal nur mit Blaulicht unterwegs – und ohne Martinshorn? Das sieht man häufig, und nein: Da hat niemand vergessen, das Signal einzuschalten.

Hier kommt der Grund: Damit ein Rettungsfahrzeug Sonderrechte im Straßenverkehr in Anspruch nehmen darf, müssen Blaulicht und Einsatzhorn gemeinsam verwendet werden. So schreibt es die Straßenverkehrsordnung vor. In der Praxis ist das allerdings nicht immer nötig. Eine Einsatzfahrt bedeutet großen Stress, nicht nur für die Besatzung, sondern auch für die Patientinnen und Patienten. Das Martinshorn ist im Innenraum laut, und wer auf der Trage liegt, erlebt jede Kurve und jedes Bremsen ohne Orientierung.

Hat der Rettungswagen freie Fahrt und keine anderen Verkehrsteilnehmenden in unmittelbarer Nähe, schalten die Rettungskräfte das Signalhorn deshalb kurzzeitig aus. Das reduziert Lärm, nimmt Angst – und macht den Transport für die Patientinnen und Patienten erträglicher.

Auch wenn sie ohne Signalhorn, aber mit Blaulicht unterwegs sind: Auch dann sind Rettungskräfte im Einsatz – nur etwas leiser, um Rücksicht zu nehmen.

Wenn jede Minute zählt (4) - Tipps von unseren Lebensrettern

Rettungswagen mit Blaulicht

Foto: Elke Kaltenschnee

Ein Rettungswagen mit Blaulicht und Einsatzhorn auf der Straße – für viele von euch ein vertrautes Bild. Dann ist klar: Ein Rettungsteam ist im Einsatz und muss schnell ans Ziel kommen.

Aber was dürfen Rettungskräfte eigentlich, wenn sie mit Sondersignal unterwegs sind? Und was bedeutet das für euch im Straßenverkehr? Hier kommt die Antwort: 

Ein Rettungswagen nutzt Blaulicht und Einsatzhorn, wenn höchste Eile geboten ist und ein Menschenleben in Gefahr ist. In solchen Situationen gilt: Alle übrigen Verkehrsteilnehmenden müssen sofort freie Bahn schaffen. Das Einsatzfahrzeug darf dann auch schneller fahren oder Verkehrsregeln übertreten – aber immer mit größter Vorsicht. Das oberste Gebot lautet: So schnell wie nötig, so sicher wie möglich.


Wenn Verkehrsteilnehmende  Rettungskräften den Weg freihalten, helfen sie direkt und persönlich mit, Leben zu retten. Deshalb ist es gut, aufmerksam zu sein und die Musik im Fahrzeug nur so laut zu haben, dass man das Signalhorn hören kann.